(Rockband Spielen mit Halb-Playback)
Voll-Playback
Bisher spielen die meisten Rockband im Voll-Playback, so wie es auch vom Erfinder gedacht war.
Mit den Original Drumsets, inkl. Drum-Rocker, geht es auch nicht anders.
Man schlägt die entsprechenden Pads, passend zu den farbigen Klötzchen und Kreisen(Becken), die auf dem RB Highway angezeigt werden, soweit so gut. Dabei wird lediglich der Sound von Rockband wiedergegeben, vergleichbar mit einem Sänger oder Sängerin, die nur ihre Lippen zur im Hintergrund abgespielten Musik bewegen. Das nennt man Playback oder Voll-Playback.
Auch das Gros der E-Drum Besitzer unter den RB Playern spielt meist nicht anders.
Wenn man nun aber schon ein E-Drum mit einem Sound Modul besitzt, sollte einen doch der Ehrgeiz packen und er sollte die Möglichkeiten nutzen, um seinen eigenen Senf dazu zu geben. Jene, die es noch nicht probiert haben, wissen nicht, was ihnen entgeht.
In diesem "how to" möchte ich die Möglichkeiten aufzeigen, wie man seinen eigenen Drumsound in RB einbindet und so den Spielgenuss noch einmal steigert. Play along mit Punktewertung sozusagen.
Zunächst erst mal kurz zu einem Problem, welches das Thema Playback und Drum Live-Sound in einer Form berührt, in der Live-Sound weniger erwünscht ist.
....RB Video...die Audio-Spur
Beim Erstellen von Rockband Videos, wird oftmals der Raum-/Mikro-Sound der Kamera und/oder des beigestellten Mikro aufgenommen und unter das Video als Audio-Spur gelegt. Das sieht und hört sich zwar authentisch an, ist für den Betrachter oder besser den Zuhörer aber meist eine Härteprüfung fürs Gehör. Denn nicht nur der Nachbar, sondern auch der Betrachter darf/muss dabei den Live Klack-Klack Sound des Spiels mit ertragen.
So wie hier sollte dem Zuschauer/Zuhörer nicht zugemutet werden. Ein "Live-Sound" auf den man verzichten kann - oder?
Dabei wäre es so einfach den Klack-Klack Sound durch den Playback-Sound von RB unter das Video, als Audio-Spur zu setzen. Bei den meisten mir bekannten Kameras gibt es einen Audio-Eingang, der mit dem RB-Sound verbunden werden kann und das interne Micro abschaltet. Fertig.
Aber auch bei der späteren Videobearbeitung lässt sich der „Original-Ton“ der Kamera durch den Playback-Sound ersetzen und die Kamera Spur stumm schalten...
Das Ergebnis hört sich dann so an -> RB3 Voll-Playback.
Besser - oder?
Das wollte ich an dieser Stelle mal mit unterbringen...Sorry!
Zurück zum Thema...
Halb-Playback
Mein Anliegen/Vorschlag geht aber noch weiter. So ist es viel realistischer, wenn man aus dem Voll-Playback ein Halb-Playback macht, in dem man seinen eigenen Drum-Sound dazu mischt. Anders als bei der Squier Gitarre mit Live Sound, brauchen wir hier nicht auf den High-Score zu verzichten.
Zwei Varianten sind dabei denk- und machbar.
Die einfachste Art, ist die Verwendung des Drum-Modul eigenen Sounds, sofern das Sound Modul einen eigenen kleinen Mixer hat. Die neueren Module haben dieses Feature.
Variante 1: Halb-Playback mit dem Sound des Drum-Modul
Diese Variante spiele ich, seit ich ein E-Drum besitze.
Man braucht dabei nicht allzuviel an seiner Konfig zu ändern.
Einfach den RB Sound in den Mix-Eingang (meist 6,3 Klinke stereo) des Moduls führen und über den Modul internen Mixer den Sound vom Drum-Modul und dem RB Playback nach eigenem Geschmack abmischen. Ich hebe den Drum-Modul Sound immer etwas hervor, so das er etwas lauter, als das RB Playback ist. Dieses abgemischte Signal kann am Kopfhörer-Ausgang mit Kopfhörer abgehört und/oder in die Musikanlage/Verstärker/Recorder/Camera geführt werden und als Audio-Spur für das RB Video dienen. Einige Module bieten zudem aber noch einen Audio-Ausgang, der das abgemischte Signal zur Verfügung stellt und von da abgenommen werden kann.
Ebenfalls sehr einfach ist die „Erweiterung“ der Ausstattung des „neuen RB 3“ Sets. Vom China- bis Splash- oder 2. Crash-Becken oder Bell-Ride und Cow Bell ist alles möglich, sofern das E-Drum bzw. das Sound Modul das zulässt. Vorteilhaft sind natürlich Stereo/Dual Becken und Toms. So kann auf dem RIM- Sound einer Tom ein Splash oder auch eine Cow Bell gelegt werden, passend zu gecharteten Noten.
Die Ride Bell (falls gechartet) liegt oft auf blau, also legt man sinnigerweise die Bell auf den RIM der blauen Tom.
Sind die Noten-Zuweisungen mit dem Pro Adapter erschöpft, kann man bei dieser Variante Noten auch doppelt belegen. Also den Bell-Sound auf die gleiche Note wie Ride Tip (Fläche) legen. Voraussetzung ist natürlich, dass das Modul Notenänderung zulässt. (In der 2. Variante mit Computer Samples ist eine mehrfache Belegung auf eine Note nicht möglich!)
Die Cow-Bell ist oft zu hören, aber meist nicht als Note gechartet. Hierfür nutzt man dann die Note 00 bzw. 99, die keinem Instrument zugeordnet ist und nicht vom Pro Adapter ausgewertet und somit auch keinen Fehler im Score verursacht, als Füller aber mitgespielt werden kann. Als Bonbon quasi, fürs eigene Ego. Die Cow Bell habe ich auf RIM der grünen TOM gelegt.
Dieses Video zeigt ein Halb-Playback mit den Roland-Sound und RB2. Es funktioniert aber auch mit den meisten anderen Modulen. Dabei wird der Kamera-Sound durch das abgemischte Halb-Playback Signal ersetzt. Am Ende des Videos zeigt der Autor seine Belegung der einzelnen Instrumente, hier noch an RB2 angepasst, also noch "eingeschränkter", als mit RB3 und dem Midi Pro Adapter.
Latenzprobleme gibt es hier keine, da der RB3 Sound nur durchgeschleift wird. Überprüft es selbst im Freestyle-Mode. Beide Sounds werden zu 100 Pro synchron sein.
Die einfachste und preiswerteste Variante und für viele die einzig machbare, da keine grossen Extra-Kosten entstehen...
Wem auf Dauer die Modul-Sounds nicht mehr ausreichen, weil zu künstlich, der kann zur zweiten Variante aufsteigen/aufrüsten...Alesis Trigger I/O Nutzer bleibt eh nur die nachfolgend aufgeführte Variante, da das Trigger Modul keine eigenen Sounds produzieren kann. An dieser Stelle sei erwähnt, das auch der ION Drum-Rocker kostengünstig zum E-Drum, mittels Trigger I/O, aufgerüstet werden kann.
Variante 2: Halb-Playback mit Computer Drum-Samples
Die Königs-Disziplin, ist die Verwendung von Computer-Drum-Sample Sounds, wie sie von verschiedenen Anbietern zur Verfügung gestellt werden.
Warum denn nun noch ein Computer mit Samples?
Weil es die Möglichkeiten eines Soundmoduls nochmals steigert und die Sounds um ein vielfaches realistischer klingen.
Es sei denn, man hat das 2Box Drumit 5 Kit oder das Soundmodul jenes Kits, welches sogar die Qualität der Computer-Samples übertrifft, da hier nicht mit 16 Bit, sondern 24 Bit Multilayer gearbeitet wird...man wird ja noch träumen dürfen...
Leider ist der Spass aber auch mit einigen zusätzlichen Kosten verbunden. Die Mühen und Kosten werden aber vortrefflich belohnt und man muss dann aufpassen, dass es nicht zur Sucht wird. Die Spielfreude wird auf jeden Fall gesteigert und der Sprung ins wahre Drummer Leben ist vorprogrammiert.
Am bekanntesten sind derzeit Toontrack EZDrummer u. Superior Drummer 2.0 (SD2.0), XLN AUDIO Addictive Drums 1.5 (AD 1.5) und BFD2 sowie Steven Slate Drums 3.5 (SSD 3.5).
Sie werden meist als VSTi-Plug In geliefert, wofür noch ein Host, also ein Sequenzer-Programm (Pro Tools, Cubase, Logic (Mac)) benötigt wird. Beim Mac reicht schon das mitgelieferte GarageBand aus. Mehr dazu gibt es im I-Net zu finden, einfach googeln...
Die Trial oder Lite Version solcher Sequenzer-Programme liegen den Drums oder anderem Zubehör wie Audio-Interface, oft schon bei und reichen für unsere Zwecke voll aus.
Da diese Programme nur zum Betrieb der Drum-Sampler benötigt werden und das (Home)Recording nicht vordergründig hier behandelt wird, gehe ich da auch nicht näher drauf ein.
Die Sampler-Plug Ins sind für unser "Live"-Spiel interessanter.
Damit jeder weiss, wovon hier die Rede ist, mal ein paar Kostproben...
Video 1 - Addictive Drums
Video 2 - Toontrack EZDrummer
Video 3 - Toontrack Drumkit from Hell DFH
Video 4 - Superior Drummer 2.0 SD2.0
Video 5 - BFD2
Video -Seite von Steven Slate mit einigen Sound/Sample-Kostproben
Ob ihr euch eins der vorgestellten Sampler oder zwei oder drei zulegen wollt, ist eurem Geschmack überlassen und der nötigen "dicken Marie"
Wer zweifelt, ob die Computer-Sounds den Modul-Sounds wirklich überlegen sind oder wer ungern die Katze im Sack kauft, der kann zumindest bei Addictive Drums eine Demo-Version runterladen und testen.
Benötigte Hardware:
Vor allem sollte nochmals die Kalibrierung der Konsole mit dem Monitor und ggf. der Stereo-Anlage kontrolliert werden, um hier Latenzen auszuschliessen!
Computer/Laptop
DAW-/Sequenzer-/Sampler-Programme
Einen Computer hat meist jeder zu haus und kann als vorhanden vorausgesetzt werden...Mac User sind etwas im Vorteil...
Je nach verwendetem Sequenzer-Programm, muss bei den Einstellungen darauf geachtet werden, dass der neueste ASIO- bzw. ASIO4ALL-Treiber im Audio-Setup ausgewählt wird. Beim Mac übernimmt das Programm bzw. das System die Aufgabe selbst, da hier der Core-Audio Treiber vom System bereitgestellt wird. Desweiteren unbedingt auf einen niedrigen Buffer-Wert bei den Latenz Einstellungen achten. Je niedriger das System verträgt, desto besser.
Zur Installation und den Einstellungen kann ich nur bei EZDrummer und AD1.5 Auskunft geben und auch nur unter Mac OSX. Aber es gibt ja sicher noch andere, die da weiterhelfen können.
Zudem gibt es für Cubase oder den Sample-Programmen eigene Foren...
Wer nicht über eine Lite Version eines dieser Sequenzer-Programme verfügt und auch nicht das Geld dafür ausgeben möchte, dem sei EZDrummer empfohlen, das mithilfe von Toontrack SOLO (einem Toontrack Gratis Programm) dieses Sampler Plugin auch als Stand Alone laufen lassen kann. Damit ist jetzt auch schon die preiswerteste Variante genannt, die aber die Soundqualität der meisten Soundmodule um ein vielfaches übertrifft. Die Einstellungen zu ASIO und Latenz werden dann in Toontrack SOLO vorgenommen, auch das angeschlossene Audio-Interface kann hier im Audio-Menü ausgewählt werden.
Audio-Interface
Vor der Software-Installation empfiehlt sich dringend, seine Hardware entsprechend einzurichten u. ggf. zu erweitern. Während man beim Mac, dank Core Audio, auf ein Audio-Interface oft verzichten kann, ist es Windows-Usern dringend zu empfehlen.
Als Mac User habe ich schon ein fertiges Setup vorgestellt, das in Verbindung mit der PS3 und dem Millenium Sound Modul MPS 600, ohne Audio-Interface, wunderbar funktioniert. Alles nachzulesen in meinem Addictive Drums Thread...
Hier geht es jetzt also mehr um die Windows-User. Die meisten Windows-Rechner bzw. deren
Sound-Cards neigen oft dazu, erhebliche Latenzen, trotz Asio-Treiber, zu erzeugen.
Um das zu vermeiden oder zu minimieren, ist ein Audio-Interface fast unverzichtbar.
Oft genutzt werden das Alesis IO 2 oder M-Audio Fast Track pro. Diese unterstützen auch die ASIO4All Treiber.
Das M-Audio Fast Track Pro

Das Alesis IO2

Das in den Videos immer wieder auftauchende Interface von PreSonus
will ich euch nicht vorenthalten, nur kostet es auch ne Kleinigkeit mehr
Also der Vollständigkeit halber
Presonus Firebox

Bei Amazon
Angeschlossen wird das Teil über USB an den Computer.
Die Firebox setzt einen Firewire-Anschluss am Computer voraus und nutzt diesen, statt USB. Die Midi IN/OUT Anschlüsse der Firebox werden per Kabelpeitsche heraus geführt.
Das Midi-Signal des Sound Moduls kommt via Midi Thru Box und wird in den MID IN des Interface geführt. Das Audio Signal wird vom (cinch) Out des Interface in den Mixer gespeist.
Ganz wichtig! - Immer die „Direct Monitor“ Funktion am Interface einschalten/aktivieren, da nur so eine 0 Latenz möglich ist.
Es ist öfter zu vernehmen, dass das eine Interface nicht mit dem oder dem Computer funktionieren/kommunizieren will. Da hilft nur der Rat, Versuch macht klug und wenn nötig, das Interface tauschen...
Das M-Audio Interface verfügt im 16 Bit Modus über zwei Line In Anschlüsse und könnte daher neben dem PS3 Signal auch das Sound Modul Audio-Signal aufnehmen und man könnte versucht sein, (aus Kostengründen) auf den Mixer zu verzichten.
Ich würde es nicht tun, schon allein des schwachen Kopfhörer-Signal wegen.
Das muss aber jeder für sich selbst rausfinden/entscheiden. Das Anschluss-Schema im Anhang stimmt dann aber auch nicht mehr...
Midi Thru Box

Bei Thomann
An dieser Box kommen wir leider nicht vorbei. Anders als beim direkten Weg MIDI IN->MIDI Out, werden über den Thru Weg die Signale von einem Eingang auf mehrere Ausgänge gelenkt. Dies führt zur minimalsten Latenz, da diese aber nicht auf der Audio-Seite, sondern auf dem MIDI-Signalweg entsteht, kann sie hier vernachlässigt werden, da zudem hier nicht wirklich eine Midi Thru-Kette entsteht und die Signale gleichzeitig und nicht nacheinander ausgegeben werden.
Die hier entstehende Latenz dürfte unter einer Milli-Sekunde liegen. Messbare bzw. spürbare Latenzen werden erst bei sehr langen Midi-Ketten erzeugt. Ich wollte es nur der Vollständigkeit halber erwähnt haben...Wer dennoch weiter eintauchen will, kann diese Diskussion im Musiker-Board verfolgen/lesen: http://www.musiker-board.de/synthesizer-...-midi-thru.html
Wichtiger ist die Latenz auf der Audio-Seite zu vermeiden!!!
Diese Box wird also benötigt, wenn das Sound Modul neben dem MIDI-Ausgang keinen weiteren USB-Midi Ausgang besitzt.
Die meisten Module haben keinen, auch Roland-Module nicht und benötigen daher diese Midi Thru Box. Zudem ist diese Box für Windows-User ohnehin vorteilhafter, selbst für jene , die einen USB-Midi Ausgang neben den MIDI-Ausgang an ihrem Modul verfügen, da es die Verbindung zum Audio Interface erleichtert.
Sie stellt einen zweiten gleichwertigen MIDI-Ausgang zur Verfügung.
Mac User, die ein Soundmodul bzw. Alesis Trigger I/O mit USB-MIDI nutzen und kein Audio Interface einsetzen müssen, können auch auf diese MIDI THRU Box verzichten.
Vom Midi-Ausgang des Sound Moduls geht es in den MIDI-Eingang der Thru Box.
An einem der Midi-Ausgänge wird das Audio-Interface angeschlossen, am anderen der Midi-Pro Adapter oder MidiRocker LX.
Vom Audio-Interface geht es also per USB in den Computer und vom Midi Pro Adapter geht es per USB in die Spiele-Konsole.
Die ebenfalls erhältliche Midi-Thru-Box von Solutions kann an dieser Stelle nicht mehr ohne weiteres empfohlen werden.

Sie ist zwar einige Euro preiswerter und kommt ohne Netzteil aus, aber gerade darin liegt auch ihr grosser Nachteil. Wenn nämlich das Midi-Sende-Gerät keine 5V Spannung oder an anderer Stelle liefert, als die Solutions Box erwartet und voraussetzt, versagt das Gerät einfach seinen Dienst und ist somit unbrauchbar. Es gibt auf der Webseite von Solutions eine Liste, die jene Geräte auflistet, die nicht kompatibel sind. Als vollständig und aktuell kann sie jedoch nicht angesehen werden. Um jeden Ärger aus den Weg zu gehen, ist die Kenton Midi-Thru Box der Solution Box vorzuziehen.
Mixer (Behringer Xenyx 802)

Thomann
Während bei der Modul-Sound Variante noch auf einen Mixer verzichtet werden konnte, sofern das Modul einen Mixer besitzt, wird er hier quasi zur Pflicht und zum Kern der ganzen Konfiguration.
Mit dem Einsatz des externen Mixers haben wir dann Variante 1 gleich mit intergriert.
Alle Audio-Signale werden hier zusammen geführt und wieder ausgegeben. Natürlich ist hier auch ein Kopfhörer-Ausgang vorhanden, der auch benutzt werden sollte, da hier auch noch ein Kopfhörer-Verstärker eingebaut ist, zumindest beim von mir empfohlenen BEHRINGER Xenyx 802, der für diese Zwecke alle notwendigen Features mitbringt. Natürlich kann jeder andere Mixer verwendet werden, sofern er mindestens drei Eingangs Signale (Stereo) verarbeiten kann.
Mit dieser Konfiguration entfällt ein ständiges Umstöpseln und alle Spielarten sind möglich.
Halb-Playback mit Modul-Sound, Halb-Playback mit Computer Drum Samples oder auch schlicht das Voll-Playback (ohne jeglichen eigenen Drum Sound).
(Wer meint, auf den Mixer verzichten zu können und statt dessen das RB3 Signal in den Computer führt, um von dort beide Signale abzugreifen, wird vermutlich enttäuscht, denn hier entstehen Latenzen durch das RB3-Signal und/oder es kommt zu Knacksern und Aussetzern, selbst beim Mac. Einzig gangbare Möglichkeit wäre, die Audio Spur vom Soundmodul bzw. Konsole/RB3 in den eingebauten Mixer eines Audio Interface zu führen, siehe Audio Interface. Mir wär das zu friemelig...)
Also nochmal kurz zusammen gefasst die Hardware:
Computer/Laptop
Midi Thru Box
Audio-MIDI-Interface
Mixer
weiter vorhanden sein sollten natürlich
Sound Modul
Monitor
Midi Pro Adapter
Spiele-Konsole
(Stereo-Anlage/Verstärker/Aktiv-Boxen/Kopfhörer)
diverse Kabel (HDMI/Video/Audio, Midi, USB)
Da wir gerade bei Kabel sind - hier mal die wichtigsten...
2x Cinch auf Klinke 2x6,3 mono

Thomann
wird 3x gebraucht, einmal für den RB3 Sound von der Konsole und einmal vom Interface, die dann in den Mixer führen. Einmal vom Mixer heraus zur Stereo-Anlage etc.
1 CINCH-Kupplung, um das aus der Konsole heraus geführte Cinch Audio/Video Kabel audioseitig mit dem Cinch/Klinke Kabel zu verbinden.
1x ein Twin Instrumentenkabel 2x6,3 Klinke auf 2x6,3 Klinke mono

Wird gebraucht, um den Sound-Modul Audio Sound in den Mixer zu führen
3x Midikabel
1x vom Soundmodul in die Thru Box , 1x ThruBox ins Interface und 1x von Thru Box in Midi Pro Adapter
Das USB Kabel wird vermutlich mit dem Interface geliefert und den Rest hat man sicher zuhause schon angesammelt rumliegen
Da ich nun nicht im Klein Klein jeden Anschluss beschreiben möchte, habe ich ein entsprechendes Anschluss-Schema im Comic-Stil erstellt, aus dem eigentlich alles ersichtlich sein sollte.
Der Mixer und die notwendigen Anschlüsse sind nochmal extra in einem Foto aufgezeigt.
Siehe Anhang!
Taktgefühl oder Latenz
Auf eines sei noch hingewiesen – Beim Begleiten mit eigenem Drum-Sound kann es vorkommen, dass man seinen Sound etwas früher oder später hört, als im Playback, obwohl die Latenz- und Kalibrierungs-Einstellungen perfekt sind. Das ist keine Latenz, sondern die Zeit-Toleranz, die RB uns zugesteht, um einen „Treffer“ auf dem Noten-Highway zu landen. Man wird also schnell „gezwungen“ den Takt zu halten, dann stimmt auch der Ton überein.
Ob es sich um Latenz-Probleme oder fehlendes Taktgefühl handelt, kann man leicht überprüfen, in dem man in RB3 in den Freestyle-Modus geht und die Synchronizität des RB Sounds mit dem eigenen Drums testet. Im Idealfall liegen die Sounds 100 Pro übereinander. Schlägt man aber beispielsweise auf die Snare und ein Sound ertönt im Verhältnis zum anderen verspätet, liegt ein Latenz-Problem vor.
Instrumentenwahl/Midi-Noten Abstimmung
RB3 typische und konforme Auswahl dürfte kein Problem darstellen. Das EZDrummer POP/ROCK Kit ist eigentlich schon perfekt und deckt die meisten Songs ab und stimmt auch (Midi)Notenmäßig mit RB3 überein. Snare, 3 Toms, HiHat, Crash und Ride umfasst das Kit, wobei natürlich auch Rim sowie bei den Becken Fläche/Kante und HHopen/close unterstützt werden. Dabei kann bei jedem Instrument noch eine Auswahl getroffen werden. Als beliebte Extension gibt es für EZDrummer noch das DFH – „Drumkit From Hell“. Das sollte dann aber auch ausreichen. Cow Bell oder China-/ Splash Becken sind hier natürlich dabei...
Soll also nun noch ein China-Becken oder Cow Bell dazu kommen, wird es jetzt vielleicht kompliziert. Zum einen, wenn nur ein Mono-Set zur Verfügung steht, zum anderen erlegt uns der Midi Pro Adapter Beschränkungen auf, da er nur eine begrenzte Anzahl an Midi Noten pro Instrument zulässt. Für eine Cow Bell, China und Splash sollte aber noch Platz bzw. eine Note im Pro Adapter frei sein.
Besitzer des Midi Rocker LX haben da die freie Wahl, da hier jeweils 10 Noten pro Instrumenten-Spur zulässig sind. Ausserdem bietet der Midirocker LX einen entscheidenen Vorteil. Die Midi-Noten/Nummern können im Sound-Modul unangetastet bleiben. Man muss im Midirocker nur die Note aus dem Modul eintragen (kleines Windows-Programm). Der Midirocker wandelt dann eine ggf. "falsche" Note in eine RB3 konforme Note um. Das ganze geschieht on the fly. Zudem erleichtert dieses Feature später den Abgleich der Noten mit dem Computer-Sample-Programm. Für Besitzer eines Soundmoduls, bei dem keine Midi-Noten geändert werden können, ist der Midirocker unerlässlich.
Das Teil kommt aus den Staaten und wird derzeit zu 79,00 US$ angeboten.
Ideal für Wii und PS3. Xbox-User benötigen leider noch zusätzliche Hardware, die vom gleichen Anbieter bezogen werden kann.
Sollten beim Midi Pro Adapter alle möglichen Noten Belegungen ausgereizt sein, kann man hier behelfsweise im Soundmodul weitere Drum-Kits abspeichern, so dass man wählen kann, ob lieber China oder Cow Bell oder mit zweiten Crash und und und gewünscht sind.
Nachteilig beim EZDrummer ist, das kein Key Map Window mit Lern Funktion vorhanden ist.
Alle Noten müssen im Drum-Modul zugeordnet werden. Im Hilfe Menü gibt es dafür ein Midi-Noten Piano, das die Instrumenten/MIDI-Noten/Nummern-Zuordnung in EZDrummer zeigt.
Auch AD1.5 hat schon ein gebrauchsfähiges Kit/Preset für RB3 parat, das ich auch gern spiele und zwar ist es hier das „90er Rock“ Kit. Von den ganzen Einstellungen bzw. Änderungsmöglichkeiten, was den Klang angeht, über Reverb, Room, EQ usw., ganz zu schweigen. Die Möglichkeiten sind unzählig und es ist an dieser Stelle schier unmöglich detailiert darauf einzugehen und übertreffen die Möglichkeiten der Sounds im Soundmodul um ein vielfaches, vor allem was die Qualität und Auswahl angeht.
Puristen könnten sich jetzt auch daran stören, dass keines der angebotenen Sets zum gewünschten Titel passt, der gerade gespielt werden soll. Naja, Cover Bands haben auch nicht das Original Set von Metallica oder Green Day, aber auch denen kann geholfen werden. Steven Slate Drums bietet dafür eine Reihe von Setups, von Led Zeppelin bis Green Day, Metallica, Red Hot Chili Peppers usw.
Auf jeden Fall muss eine Abstimmung der von RB3 geforderten, vom Soundmodul gesendeten und den verwendeten Midi Noten im Sampler Programm erfolgen. Anders als bei EZDrummer, gibt es in SD 2.0 oder AD1.5 dafür ein Key Map Window, in dem man sein Setup auf das des Samplers abstimmen kann. Eine Learn Funktion ist hier auch vorhanden. Dies hilft, wenn der Sampler, die Noten aus dem Drum Modul übernehmen und dann dem gewünschten Instrument zuordnen soll.
Eine Doppel-Belegung der Noten ist hier nicht möglich!
Für die gängigen E-Drums, wie Roland, Yamaha sind schon fertige Presets gespeichert. Sofern man den Standard im Modul nicht ändert, können die Presets übernommen werden. Für das RB3 Standard-Set und um schnell zum Erfolg zu kommen, reicht das erst mal. Hand anlegen, um noch ein paar Extras einzubauen, kann später erfolgen, wenn man mit dem Prog vertrauter ist. Dieses Setup kann dann natürlich auch abgespeichert werden.
Mit dieser Konfiguration will man dann sicher auch mal ohne RB3 spielen.
Kein Problem! Im Mixer wäre noch ein Eingang für CD/Tape/Mp3 frei (Cinch) über den man seinen MP3 Player oder was auch immer anschliessen kann und los geht`s...Vielleicht wie hier oder hier oder besser
So im groben ist erstmal alles wichtige gesagt, hoffe ich.
Ach ja, so ganz nebenbei haben wir uns ein kleines Studio aufgebaut...
Natürlich bin ich für weitere Fragen/Ergänzungen offen und freue mich über reges Feedback.
Wünsche Euch den Spass mit Halb-Playback, den ich schon habe!
EDIT:
Nun muss ich das Paket doch noch mal öffnen...
Á propos kleines Studio - bin da auf eine RB Video Serie bei Youtube gestossen, die mich nun doch dazu veranlasst, ein paar Worte über das Home-Recording zu verlieren.
Dachte schon, das ich so ziemlich allein da stehe, mit der Auffassung, das man RB mit echten Instrumenten auch realistischer spielen sollte, wenn einem die Möglichkeit dazu geboten wird.
Nachdem wir uns also für unsere E-Drums ein kleines Home-Recording Studio nach Variante 2 aufgebaut haben, ist der Schritt natürlich nicht mehr weit, sein eigenes Spiel mit Live-Sound auch aufzunehmen.
Die notwendige DAW-Software (Digital Audio Workstation) haben wir ja schon und die Videobearbeitung lässt sich mit den Bordeigenen Mitteln von WINDOWS (Windows Movie Maker) oder MAC-OSX (iMovie) bewerkstelligen.
Wie ihr das Video in den Computer bekommt?
Nun aus diesem "Hobby" habe ich mich zurückgezogen...Nur so viel...
Von den Billig-Lösungen wie USB Video Grabber etc., ist eigentlich dringend abzuraten, auch wenn es davon verschiedene Varianten in Preis und Namen gibt. Sie taugen für ein qualitativ hochwertiges Konsolen-Game-Video nichts.
Wenn es denn über USB gehen soll, dann ist bis heute diese Lösung die beste:
Hauppauge HD PVR Personal HDTV Recorder

Andere Lösungen gibt es hier im Forum, in diesem Video-Thread, mit weiterführenden Beiträgen, die eigentlich alles aufzeigen, was für ein gutes Video notwendig ist. Hier wird anfangs auch der oben erwähnte Video Grabber als Tut besprochen - für jene, mit ganz kleinem Budget.
Das sich ein gleichzeitiges Video-Grabbing auf dem Computer, der auch die Drum-Samples liefert, verbietet, versteht sich von selbst. Entweder verwendet ihr dazu einen zweiten oder ihr lagert zunächst mal aus. Einfachste Lösung wäre, den Game-Screen auf einen DVD/Festplattenrecorder aufzunehmen, inkl. unserem Drum Live-Sound.
Später wird das Video in den Computer eingespielt... Ein eventuell zusätzliches Kamera Signal wird separat in den Computer überspielt und im Video-Bearbeitungs-Programm eurer Wahl mit eingebunden. Letztendlich hängt die Aufzeichnungs-Methode von eurem vorhandenen Equipment ab.
Im nachfolgenden Video hat der Autor seine Instrumente Keyboard und E-Drums mit dem Instrumenten eigenen Sounds live gespielt und jedes Instrument einzeln in Audio und Video aufgenommen. Um seinen Score für die Squier nicht zu verfälschen hat er diese auf Mute und damit in Voll-Playback gespielt und aufgezeichnet. Zusätzlich noch die Vocals, also 4 Instrumente, davon 3 im Halb-Playback. Abschliessend sind dann alle Spuren unter das Original RB3 Video gelegt worden. Lediglich der Bass blieb unberührt.
Karaokefreak kennt diese Art RB Video natürlich schon (hat sich mit Kommentar auf eines der Videos verraten
), ich hab sie leider jetzt erst entdeckt
Eine saubere Arbeit, die mit viel Herzblut und Aufwand realisiert wurde.
Schade, dass das Video etwas unscharf scheint, dennoch...
Tolle Idee, die zeigt was alles rund um RB3 möglich ist. RB3 fungierte hier als virtuelles Notenblatt, nachdem mit Live-Sound(!) gespielt und gesungen wurde. Davon muss es mehr geben!!!
Mehr-Spur RB3 Video mit LIVE-SOUND (Halb-Playback)
....
























, passt irgendwie in dem Zusammenhang zu meinem Gesichtsausdruck 



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